Diagnose
Wenn es um die Frage geht, ob eine Diagnose durchgeführt werden soll, stellen wir uns zwei Fragen: Können wichtige Entscheidungen nicht ohne eine diagnostische Grundlage gefällt werden? Ist die schulische Laufbahn oder das Selbstwertgefühl des Kindes beeinträchtigt?
Entscheiden sich die Eltern für eine Diagnose, führen wir diese in einer entspannten, vertrauensvollen Atmosphäre durch. Das Kind kann unbelastet und seinen Fähigkeiten entsprechend die ihm gestellten Aufgaben lösen.
Nach einer sorgfältigen Auswertung bitten wir die Eltern zu einem Auswertungsgespräch und senden die Ergebnisse in einer ausführlichen schriftlichen Fassung zu.
Sollte eine Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwäche diagnostiziert werden, empfehlen wir eine lerntherapeutische Förderung. Außerdem stehen den Kindern erhebliche Erleichterungen im schulischen Unterricht zu. Diese gesetzlich vorgeschriebenen Erleichterungen reichen von einer Notenbefreiung in dem betroffenen Fach bis zu einer geringeren Aufgabenzahl oder einer längeren Bearbeitungszeit in den Klassenarbeiten.
Auch bei allgemeinen Lernproblemen lohnt es sich, die Stärken und Schwächen der Schüler zu kennen. Gezielte Förderung kann viele Stunden einfachen „Übens“ überflüssig machen. Es tritt eine Erleichterung bei dem Kind und seinen Eltern ein, die dem Wissen entspringt, auf dem richtigen Weg zu sein.